Für den zuletzt verletzten Justin Thönig (re.) steht am Ostersonntag nochmals ein Belastungstest an. Foto: Joachim Mentel
Die U21 der Löwen startet am Ostermontag, 6. April 2026, in der Bayernliga Süd als Tabellenführer in eine Dreier-Serie, die sie gegen die hinter ihr platzierten Mannschaften führt. Den Auftakt auf dem 1860-Trainingsgelände (Grünwalder Straße 114, 81547 München) macht das Heimspiel gegen den SV Erlbach, derzeit Dritter. Anpfiff der Partie ist um 16 Uhr.
Nach Erlbach ist die Löwen-U21 in der 17er-Liga erst mal spielfrei, dann kommt am 17. April der viertplatzierte SV Kirchanschöring nach Giesing, bevor es eine Woche später am Freitagabend, 24. April, zum Showdown beim zweitplatzierten TSV Landsberg kommt. „Die nächsten drei Spiele gegen Gegner, die noch die Chance haben, Meister zu werden, sind für uns entscheidend“, sagt deshalb Trainer Alper Kayabunar. „Wir wollen gegen alle drei Mannschaften hinter uns versuchen, unseren Lauf fortzusetzen und uns beweisen.“
Nicht die beste Erinnerung haben die kleinen Löwen ans Hinrundenspiel in der Holzbau Grübl Arena in Erlbach. Erst verletzte sich Xaver Kiefersauer schwer. Ein Fußbruch setzte ihn mehrere Monate außer Gefecht, dann kassierten die Löwen auch noch durch ein spätes Gegentor in der 88. Minute zum 1:2 die erste Saisonniederlage. „Da kommt einiges auf uns zu“, weiß der Löwen-Coach. „Wir haben gegen Erlbach einiges gut zu machen. Sie gehören zu den Spitzenteams der Liga, sind mit Ball und gegen den Ball sehr aggressiv. Dementsprechend wird es wieder eine große Herausforderung für uns“, rechnet er erneut mit einem sehr körperbetonten Spiel.
Diese Dreier-Serie gegen Spitzenteams kommt der Löwen-Reserve in der aktuellen Form gerade recht. In den fünf Spielen 2026 sind die jungen Sechzger noch unbesiegt (13 Punkte) und zuletzt haben sie zu Hause gegen Deisenhofen (5:0) und bei Türksport Augsburg (4:0) ohne Gegentor gewonnen. „Momentan haben wir uns schon wieder in einen Flow gespielt“, findet Kayabunar. „Wir machen es aktuell richtig gut mit Ball, auch gegen den Ball und vor allem übers ganze Spiel hinweg und nicht nur in einigen Phasen“, lobt er seine Jungs. „Wir sind sehr stabil. Das wollen wir fortsetzen und den Fokus beibehalten.“
Zuletzt hat die U21 einen weiteren Entwicklungsschritt nach vorne gemacht, blieb gegen Türksport, wie auch zuvor gegen Deisenhofen, konzentriert und geduldig, wurde nicht nervös oder hektisch, sondern kontrollierte Spiel und Gegner. „Unsere Spieler haben Vertrauen in ihre Qualitäten“, sieht Kayabunar darin den entscheidenden Schlüssel. „Wir bleiben positiv und haben genug Selbstbewusstsein.“ Das hätte sich das Team in den letzten Wochen erarbeitet. „Die Mannschaft ist reifer geworden. Wir waren schon mal so im Flow drin, bekamen dann aber einen kleinen Dämpfer vor der Winterpause. Die Jungs haben aus dieser Phase gelernt, aus Spielen, die nicht ganz so gut gelaufen sind. Das hat uns stark gemacht. Wir sind jetzt viel konzentrierter.“
Nicht dabei wird Lucio Saric am Ostermontag sein. Der im Winter neu dazugekommene Stümer hat sich am Oberschenkel verletzt. Justin Thönig fehlte zuletzt in Augsburger, könnte aber gegen Erlbach zurückkehren. Der Verteidiger wird sich am Ostersonntag nochmals einem Belastungstest unterziehen. Danach wird entschieden, ob es reicht. „Ansonsten wird der Kader ziemlich gleich aussehen wie zuletzt“, sagt Kayabunar. Von oben werden wohl nur Noah Klose und Finn Fuchs dabei sein, zumal die Profis bereits am Montagmittag nach Cottbus aufbrechen. Dafür wird es auf der Bank eventuell Änderungen geben. „Wir überlegen, ob wir andere U19-Spieler nominieren, zum Beispiel Ludwig Estermann anstatt Jamie Jenni.“




