Edon Krasniqi, nach seiner Länderspielreise mit dem Kosovo wieder zurück bei den Junglöwen, erzielte in Freiburg das 2:2. Foto: Markus Burger
Die Löwen-U19 baute ihre Serie durch den 3:2-Sieg beim SC Freiburg aus und ist seit fünf Spielen unbesiegt (3 Siege, 2 Remis). Die frühe Führung durch Paul Sturm (3.) drehten die Südbadener kurz vor und nach der Pause (44. und 46.). Edon Krasniqi (68.) und Emre Erdogan durch einen an ihm verschuldeten Foulelfmeter (85.) sorgten für den Dreier für die Junglöwen.
Es begann optimal für die Sechzger. Paul Sturm kam aus dem Rücken des letzten Mannes bei einem Rückpass, stellte seinen Körper dazwischen und konnte so das Zuspiel auf sich weiterleiten, schloss dann direkt mit rechts aus neun Metern ab und traf zum 1:0 ins linke untere Eck (3.). Auch in der Folge hatten die Junglöwen die Partie im Griff. Nach einem weiten Einwurf von Lance Fiedler von der rechten Seite verlängerte Arian Ortivero Calderon den Ball per Kopf auf Sturm, der mit dem Rücken zum Tor das Spielgerät behauptete, anschließend aus der Drehung aus sieben Metern zum Abschluss kam, aber genau auf Torwart Elias Etringer zielte (16.). So nach 20 Minuten wurden die Breisgauer stärker, vor allem bei Eckbällen waren sie immer wieder gefährlich. Trotzdem hätten die Sechzger in der 40. Minute das 2:0 erzielten können. Fiedler leitete im Zentrum einen Konter mit Pass auf Emre Erdogan ein, der entwischte auf der linken Seite seinem Gegenspieler, passte im Strafraum zurück auf Sturm, der aus neun Metern mit links den Ball nicht richtig traf, so dass Etringer parieren konnte, im Nachfassen brachte er vor dem nachsetzenden Efe Karakoc die Kugel unter Kontrolle. Drei Ecken hintereinander bekamen die Junglöwen mit Glück verteidigt (41. und 42.), doch kurz vor der Pause fiel trotzdem der Ausgleich. Auf der rechten Seite dribbelte sich Jannik Veit durch, von der Seite des Fünfmeterraums lupfte er die Kugel nach innen, Mauricio Dunker war mit der Hand dran, konnte die Hereingabe aber nicht entscheidend abwehren, die fiel Osagie Okungbowa vor die Füße, der sie aus kurzer Distanz zum 1:1 über die Linie drückte (44.). Mit diesem Ergebnis ging’s in die Pause.
Die 2. Halbzeit begann, wie die erste Hälfte aufgehört hatte: Mit einem Tor für Freiburg. Es dauerte gerade mal 13 Sekunden, dann kam Jakob Benz links im Strafraum zum Abschluss, traf aus 13 Metern zum 2:1 ins lange Eck (46.). Das war eine kalte Dusche für die Giesinger! Es dauerte einige Zeit, bis sie sich davon wieder erholt hatten. Nach knapp einer Stunde und mit zwei Wechseln bekamen die Sechzger die Partie wieder in den Griff. Nur knapp grätschte Ortivero Calderon am Fünfmeterraum eine Freistoß-Flanke aus dem rechten Halbfeld von Mustafa Tekin am SCF-Tor vorbei (65.). Drei Minuten später belohnten sich die Junglöwen. Arda Efe hatte im Mittelfeld auf Erdogan gepasst, der spielte tief auf den gestarteten Edon Krasniqi, der halbrechts an der Strafraumkante abschloss und zum 2:2 ins lange Eck traf (68.). In der 73. Minute hatte Erdogan halblinks im Strafraum nach Zuspiel von Sturm die Riesenchance zur erneuten Führung, schaufelte aber den aufspringenden Ball aus zehn Metern deutlich übers Freiburger Tor. In der 84. Minute war Erdogan von Tammo Schiertz im Strafraum nur durch ein Foul zu stoppen, Schiedsrichter Felix Stephan zeigte sofort auf den Punkt. Der Gefoulte lief selbst an, schickte Etringer ins linke Eck und schob dann zum 3:2 ins rechte ein (85.). Freiburg wurde nochmals nach einer Ecke gefährlich, doch Daniel Williams köpfte deutlich am 1860-Tor vorbei (87.). Ansonsten brachten die Junglöwen den knappen Erfolg sicher über die Zeit und sind nun seit fünf Spielen unbesiegt.
„Es war das erwartet intensive Spiel“, zog Junglöwen-Coach Jonas Schittenhelm Bilanz. „Wir sind sehr gut reingestartet. Dann gab es Phasen, wo Freiburg gedrückt hat und vor allem durch Ecken immer wieder gefährlich wurde.“ Dass der Ausgleich so kurz vor der Pause fiel, sei bitter gewesen. „Wir bekommen dann direkt mit dem Anstoß das 1:2. Anschließend hatten wir Probleme. Mit den Wechseln sind wir wieder besser ins Spiel gekommen haben verdient das 2:2 erzielt.“ Schittenhelm lobte Emre Erdogan, der vorm 3:2 das Eins-gegen-Eins im Strafraum gesucht hatte und nur durch ein Foul zu stoppen war. „Den Elfmeter hat er dann eiskalt reingemacht“, so der 40-jährige Coach.
„Das war heute eine sehr gute Teamleistung, auch in der Phase, wo Freiburg ein bisschen Oberwasser bekommen hat. Durch die Wechsel kam neue Energie in unser Spiel. Den Erfolg sehe ich als Sieg des Kollektivs.“ Zudem freute sich Schittenhelm über spielerische Fortschritte. „Positiv war, dass wir es im Spielaufbau besser als zuletzt gemacht haben und mehr Chancen kreieren konnten. Da macht die sechsstündige Busfahrt gleich mehr Spaß“, scherzte er.
STENOGRAMM
U19-DFB-Nachwuchsliga, Hauptrunde Liga B, Gruppe D
8. Spieltag, 11.04.2026, 11 Uhr
SC Freiburg – TSV 1860 München 2:3 (1:1)
TSV 1860 München
Dunker (Tor) – Krasniqi, Ortivero Calderon, Estermann, Schurz (46., Efe) – Fiedler (61., Plöttner), Jenni, Tekin (89., Wohlketzetter) – Erdogan (86., Genidis), Sturm (86., Bannert), Karakoc (61., Kawele)
Tore
0:1 Sturm (3.), 1:1 Okungbowa (44.), 2:1 Jakob Benz (46.), 2:2 Krasniqi (68.), 2:3 Erdogan (85., Foulelfmeter)
Gelbe Karten
Benz – Fiedler, Erdogan
Zuschauer
58 Möslestadion
Schiedsrichter
Felix Stephan (Bilfingen); Assistenten: Patrick Raßl (Karlsruhe), Max Förderer (Wiesloch)




