Sandro Porta (li.) und Mustafa Tekin (re.) standen im ersten Heimspiel der U21 gegen Geretsried auf dem Platz. Foto: Joachim Mentel
Es ist ein Kaltstart ohne großen Anlauf, den die neuen Trainer der Löwen-U21, Wolfgang Sonnenhauser und Christoph Rech, hinlegen müssen. Am Freitagabend, 31. Juli 2026, empfängt die 1860-Reserve in der Bayernliga Süd um 18.60 Uhr auf dem 1860-Trainingsgelände (Grünwalder Straße 114, 81547 München) den SV Schalding-Heining.
Zumindest Rech wird bis zum Spiel zwei Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolviert haben. Dagegen kam Sonnenhauser aufgrund einer Trainerfortbildung in Frankfurt erst am Donnerstagabend zum Abschlusstraining an die Grünwalder Straße 114. „Eine detaillierte Vorbereitung auf Schalding-Heining war natürlich nicht wirklich möglich“, gibt Rech offen zu. „Wir werden im Abschlusstraining ansprechen, was wir künftig machen, wie wir spielen wollen. Aber das wird eine gewisse Zeit brauchen.“ Dazu kommt auch die Ungewissheit mit dem Kader. „Auch der wird sich erst aus U19-, U21- und Profi-Spielern herauskristallisieren, das wird ein bisschen dauern.“
Bei der Startaufstellung und der Kaderzusammenstellung für die Partie gegen Schalding-Heining sind Sonnenhauser und Rech auf Hilfe angewiesen. „Alper Kayabunar und Vincent Saller, aber auch Steffen Witter kennen die Jungs. Da müssen und werden wir uns natürlich entsprechend Rat einholen, wie sie die einzelnen Spieler sehen, was Sinn macht, wer wo spielen kann, wer wie lange trainiert, wer aus einer Verletzung kommt“, erklärt Rech die Vorgehensweise.
Wenigstens hilft es da, dass der gebürtige Bad Aiblinger Rech den Kontrahenten aus der Vorsaison kennt, wo er mit dem TSV 1882 Landsberg gegen Schalding-Heining spielte. „Sie haben einen Trainerwechsel vollzogen, von Stefan Köck, der fast zehn Jahre dort war, zu Heiko Schwarz, mit dem ich vor langer Zeit in Burghausen zusammengespielt habe.“ Prinzipiell verfüge der Gegner über eine „absolut gestandene Mannschaft, die gut mit vier Punkten aus zwei Spielen gestartet ist. Sie haben einen guten Mix aus jungen und erfahrenen Spielern.“ Besonders das Sturmduo, Markus Gallmaier und Fabian Schnabel, verfüge über „eine wahnsinnig hohe Qualität. Die haben im Amateurfußball schon alles gesehen, was es zu sehen gibt. Aber auf der anderen Seite haben sie auch Jungs, die frischen Wind reinbringen.“
Doch das Angriffsduo ist vorerst gesprengt. Wie Schaldings Sportchef Markus Clemens gegenüber den Neuen Passauer Presse berichtete, hat sich Schnabel eine schwere Verletzung des Sprunggelenks im Training zugezogen. „Das hat uns alle schon hart getroffen. Aber es hilft nichts. Wir müssen den Verlust wegstecken“, so sein Kommentar zum monatelangen Ausfall des Stürmers.
Noch muss sich herauskristallisieren, welches Team gegen Schalding-Heining aufläuft. Foto: Joachim Mentel
Einfacher macht es die Aufgabe für das „zusammengewürfelte“ U21-Team der Löwen dadurch nicht. „Der Kader wird erst kurzfristig feststehen. Er ist natürlich davon abhängig, wie viele Jungs mit nach Schweinfurt fahren“, erklärt der 33-jährige Rech. Die Mannschaft bricht am Freitagmittag zum ersten Regionalliga-Spiel der Saison beim 1. FC Schweinfurt 05 auf. Am Samstag, 14 Uhr (live im BR Fernsehen), ist Anpfiff im Sachs-Stadion. Alle, die nicht im Bus sitzen, sind „logischerweise“, so Rech, potenzielle Kandidaten am Abend für die U21. Zudem könnte der eine oder andere U19-Spieler das Bayernliga-Team verstärken. Für die Mannschaft von Trainer Jonas Schittenhelm geht es erst am Sonntag, 2. August 2026, 11 Uhr, im DFB-Junioren-Vereinspokal bei der TSG Wieseck um den Einzug in die 2. Runde.
Egal wer am Ende aufläuft. „Das wird in der jetzigen Situation eine schwere Aufgabe werden“, ist sich Rech sicher, zumal der Kennenlern-Prozess zwischen Mannschaft und den beiden Trainern erst am Anfang steht.




