Efe Karakoc ist ein wichtiger Faktor in der Offensive, erzielte hier im Testspiel gegen den BVB den 1:0-Führungstreffer. Foto: Joachim MentelEfe Karakoc ist ein wichtiger Faktor in der Offensive, erzielte hier im Testspiel gegen den BVB den 1:0-Führungstreffer. Foto: Joachim Mentel

Nach der gelungenen Generalprobe im DFB-Junioren-Vereinspokal, bei der die Löwen-U19 mit einem souveränen 4:0-Sieg beim hessischen Pokalsieger TSG Wieseck die 2. Runde erreichte, steht am Samstag, 8. August 2026 der Auftakt in der DFB-Nachwuchsliga auf dem Programm. Um 14 Uhr gastiert in der Vorrunden-Gruppe D der VfB Stuttgart auf dem 1860-Trainingsgelände (Grünwalder Straße 114, 81547 München).

„Ein Spiel gegen den VfB ist immer ein Gradmesser. Es wird auf jeden Fall ein geiles Spiel und wir müssen uns maximal strecken, wenn wir was holen wollen“, sagt U19-Coach Jonas Schittenhelm. „Sicher sind wir in der Partie nicht der Favorit.“

Zumal der VfB-Nachwuchs letzte Saison sehr erfolgreich war. Die U17 gewann unter Trainer Daniel Jungwirth, der zeitweise für die Sechzger als Scout arbeitete und mittlerweile Chefcoach bei Drittliga-Absteiger SSV Ulm 1846 ist, die Deutsche Meisterschaft. Die U19 holte sich den DFB-Junioren-Vereinspokal. Kein Wunder, dass die Schwaben in der Vorrunden-Gruppe D zusammen mit dem FC Bayern zu den Favoriten um die beiden direkten Plätze für die Qualifikation zur Liga A zählen. Die Junglöwen wollen aber die Herausforderung annehmen, „Nach dem Spiel werden wir wissen, wo wir stehen“, erklärt Schittenhelm.

Die Stuttgarter seien nicht mit der TSG Wieseck zu vergleichen, dem Gegner der Junglöwen vergangene Wochenende im DFB-Junioren-Vereinspokal. Das 4:0 bezeichnet der 40-jährige Junglöwen-Coach deshalb als „Pflichtsieg“. Dabei gab es Phasen – gerade in der 1. Halbzeit –, die Schittenhelm nicht gefallen haben, wo sein Team defensiv etwas zu nachlässig agierte und vorne Chancenwucher betrieb. „Da müssen wir sicher weiter was draufpacken, gerade gegen einen Gegner wie den VfB. Aber wir haben viel Potential in der Mannschaft.“ Das Motto lautet deshalb: Weiter anschieben und von Spiel zu Spiel schauen!

Wenn Spieler direkt den Sprung von der U19 in den Profikader schaffen, ist das für den Trainer immer mit gemischten Gefühlen verbunden, weil die Spieler dann ihm gar nicht oder selten zur Verfügung stehen. Bei Loris Husic war von Anfang an klar, dass er fester Bestandteil der Regionalliga-Mannschaft sein wird. Doch Ludwig Estermann und Edon Krasniqi gehören nach einer starken Vorbereitung ebenfalls zum Kader von Alper Kayabunar.

Estermann wird wie Husic beim Heimspiel-Auftakt gegen den FC Augsburg II am Freitagabend im 20er-Kader stehen. Sollte der Innenverteidiger nicht zum Einsatz kommen, wird er wohl am Samstag die U19 gegen Stuttgart verstärken. Krasniqi spielt, ebenfalls am Freitagabend, jedoch in der U21 beim FSV Pfaffenhofen in der Bayernliga Süd. Dort sind mit Paul Sturm, Valentin Bannert, Bruno Mühl und Efe Karakoc weitere U19-Spieler als „Backup“ vorgesehen. „Wir unterstützen gerne die U21, bis der Kader personell stabil ist“, sagt Schittenhelm, der aber hofft, dass möglichst viele der Spieler nicht zum Einsatz kommen und am nächsten Tag ihm zur Verfügung stehen. Zum Glück sind bei ihm bis auf die langzeitverletzten Lukas Rossa, Bienvenue Kawele und Maximilian Riedelsberger alle fit. „Egal wer spielt, wir werden alles reinhauen“, verspricht er.

Teamseite der U19-Junioren

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