Gleich sieben Mal konnte die U19 im kleinen Derby gegen Unterhaching jubeln. Foto: Joachim MentelGleich sieben Mal konnte die U19 im kleinen Derby gegen Unterhaching jubeln. Foto: Joachim Mentel

Die Löwen-U19 landete im kleinen Derby gegen die SpVgg Unterhaching eine 7:1-Kantersieg und festigte damit Platz drei in der Gruppe. Je zwei Tore erzielten Efe Karakoc (6. und 75.) und Ben Wohlketzetter (60. und 65.). Außerdem trafen Patrik Lacic (36.), Julius Peters (62.) und Jonas Mantsch (85.). Den Ehrentreffer markierte Ferdinand Borne (77.).

Bereits in der 6. Minute gingen die Junglöwen in Führung. Efe Karakoc setzte links im Strafraum gegen Paul Kerschberger nach, luchste ihm den Ball ab, zog von der Grundlinie nach innen, schloss dann am linken Fünfmetereck mit rechts ab und traf zum 1:0 ins kurze Eck. Nach einem von rechts kurz ausgeführten Eckball flankte Ben Wohlketzetter in die Mitte, die Hachinger wehrten zu kurz ab, Jahi Osmani kam an den Ball, sein Schuss wurde aber erneut zur Ecke geblockt (15.). Ein 18-Meter-Freistoß von Paul Sturm ging knapp links am Tor vorbei (17.). In der 23. Minute die erste gefährliche Torannäherung der Gäste. Niklas Gerstenberg war halblinks an der Strafraumkante mit rechts zum Abschluss gekommen, sein Schlenzer landete aber neben dem rechten Pfosten im Tor-Aus. Haching war nun besser im Spiel. Nach einem Seitenwechsel von Rechtsverteidiger Ole Linder kam Gerstenberg an den Ball, sein Schuss halblinks aus 13 Metern wurde zur Ecke abgefälscht (30.). Auf der anderen Seite war es Karakoc der halbrechts im Strafraum zum Abschluss kam, aber den Ball aus 14 Metern links neben das Tor setzte (32.). Vier Minuten später das 2.0. Valentin Bannert hatte vorm Strafraum quer auf Patric Lacic gelegt, der nahm aus 18 Metern Maß, hämmerte die Kugel ins linke Kreuzeck (36.). In der 41. Minute lag der Ball zum dritten Mal im Hachinger Tor, doch Karakoc stand bei dem Zuspiel von Sturm knapp im Abseits, so dass der Treffer nicht zählte. Zwei Minuten später hatte Bannert sich rechts im Strafraum durchgesetzt, anschließend in die Mitte auf Sturm gepasst, Torwart Arvid Berger kam ihm entgegen, der Schuss des 1860-Angreifers wurde geblockt, Arda Efe nahm den Abpraller direkt aus der Luft, setzte die Kugel aber aus 16 Metern deutlich neben das leere Tor (44.). So blieb es beim 2:0.

Nach Wiederanpfiff hatten die Vorstädter die Riesenchance zum Anschlusstreffer, doch der eingewechselte Maximilian Schmid zielte von der Strafraumkante genau auf den Körper von Dennis Duru im 1860-Tor (52.). Danach übernahmen wieder die Junglöwen das Kommando. Bienvenue Kawel hatte in der 56. Minute auf Karakoc gepasst, der ging mit Tempo halbrechts in den Strafraum, zielte aber am kurzen Eck vorbei (56.). Eine Minute später war Arda Efe halblinks mit seinem Schuss am SpVgg-Torhüter gescheitert, der Ball sprang vor die Füße von Paul Sturm, der die Kugel aber im Zentrum aus neun Metern nicht richtig traf und rechts am Tor vorbeischoss (57.). Eine schöne Flugeinlage zeigte der Torhüter Berger bei einem 20-Meter-Schuss von Lacic (59.). Eine Minute später war er jedoch machtlos. Lacic hatte von rechts Wohlketzetter im Rückraum bedient, der traf aus elf Metern ins linke untere Eck zum 3:0 (60.). Das 4:0 folgte auf den Fuß. Kawele hatte von rechts geflankt, Julius Peters war am ersten Pfosten in die Hereingabe gerutscht, versenkte die Kugel aus acht Metern im kurzen Eck (62.). Jetzt lief es aus einem Guss. Sturm kam im der 65. Minute bis zur linken Grundlinie, ging innen vorbei, passte im Fünfmeterraum in die Mitte auf Wohlketzetter, der aus kurzer Distanz den Ball nur noch über die Linie zum 5:0 eindrücken musste (65.). Auch Karakoc trug sich zum zweiten Mal in die Torschützenliste ein. Manuel Keller hatte ihn halbrechts angespielt, sein Schuss im Strafraum aus 13 Metern ließ Berger unter seinem Körper zum 6:0 durchrutschen (75.). In der 77. Minute erzielte Unterhaching den Ehrentreffer. Eine Hereingabe von links landete abgefälscht im Rückraum bei Ferdinand Borne, der traf von der Strafraumkante mit Hilfe des linken Innenpfostens ins 1860-Tor. Es sollte aber nicht der Schlusspunkt sein. Kawele brachte nach einem Solo irgendwie am Strafraum den Ball noch zu Jonas Mantsch der freie Schussbahn hatte und aus 14 Metern ins linke untere Eck zum 7:1 traf (85.). Mit dem höchsten Saisonsieg festigten die Junglöwen in der Gruppe Platz drei, können sich nach wie vor Hoffnung auf die Qualifikation für die Liga A machen.

„Das Ergebnis ist natürlich überragend“, erklärte Junglöwen-Coach Jonas Schittenhelm. „Mit dem Spiel waren wir nur semi zufrieden. Ich fand, dass wir nicht über die komplette Distanz die Spannung und Klarheit im Spiel hatten. Gerade zu Beginn der 2. Halbzeit gab es eine Phase bei 2:0-Führung, wenn Haching da den Anschlusstreffer erzielt, dann kann es nochmal hektisch werden. Da waren wir nicht so klar im Spiel drin, nicht konsequent. Mit dem 3:0 haben wir dann den Sack zugemacht und immer weiter nachgelegt. Aber ich sage, da steckt noch mehr in den Jungs drin, einfach von der Art und Weise, wie sie spielen, von dem Zug, den sie sonst auf den Platz bringen“, sieht der 41-Jährige sein Team längst nicht am Limit.


STENOGRAMM

U19-DFB-Nachwuchsliga, Vorrunde, Gruppe D
9. Spieltag, 24.10.2026, 15 Uhr
TSV 1860 München – SpVgg Unterhaching 7:1 (2:0)

TSV 1860 München
Duru (Tor) – Osmani, Curic (69., Lindemann), Estermann, Efe (69., Keller) – Wohlketzetter, Peters (69., Nitta), Lacic (69., Doktorczyk) – Sturm (69., Mantsch), Bannert (46., Kawele), Karakoc

Tore
1:0 Karakoc (6.), 2:0 Lacic (36.), 3:0 Wohlketzetter (60.), 4:0 Peters (62.), 5:0 Wohlketzetter (65.), 6:0 Karakoc (74.), 6:1 Borne (76.), 7:1 Mantsch (85.)

Gelbe Karten
– Di Salvo

Zuschauer
90 1860-Trainingsgelände

Schiedsrichter
Xaver Scheungrab (Aunkirchen); Assistenten: Maximilian Riedl (Lalling), Lukas Hartl (March)

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