U17 gewinnt bei Jahn Regensburg nach 0:2-Rückstand mit 5:4U17 gewinnt bei Jahn Regensburg nach 0:2-Rückstand mit 5:4

Die Löwen-U17 gewann in einem wilden Spiel 5:4 beim SSV Jahn Regensburg. Erst machten die Oberpfälzer zwei Tore, dann drehten die Sechzger mit fünf Treffern am Stück durch Samuel Ibanez Fernandez (32.), Onural Orak (49.), Erion Saiti (62.), Niklas  Elser (67.) und erneut Saiti (74.) die Partie, um in der Schlussphase nach zwei weiteren Gegentreffer nochmals zittern zu müssen.

Die Oberpfälzer gingen mit der ersten gefährlichen Offensivaktion in Führung. Nach schnellem Umschaltspiel konnte Moritz Schmidt von der rechten Site flach nach innen flanken, Torhüter Sebastian Lackerschmid warf sich in die Hereingabe, verfehlte sie jedoch, der hinter ihm eingelaufene Luis Nestmann bekam den Ball unglücklich an den Fuß, beförderte ihn ins eigene Tor (12.). Eine Minute später bereits das 0:2 aus Junglöwen-Sicht. Simon Vitzthum kam Mitte der eigenen Hälfte an den Ball, lief von dort, ohne angegriffen zu werden, Richtung 1860-Tor, zehn Meter vor dem Strafraum versuchte Nando Althaus ihn zu stellen, leistete aber nur Begleitschutz. Am rechten Fünfmetereck kam der Stürmer zum Abschluss, setzte die Kugel ins lange Eck (13.). Das war eine doppelte kalte Dusche. Doch danach rappelten sich die Sechzger auf, hatten nach einer Viertelstunde die erste Chance. Jahn-Keeper Bastian Rech vertändelte im eigenen Sechzehner den Ball, Samuel Ibanez Ferandez passte zu Erion Saiti, der von rechts aus zehn Metern aufs Tor schoss, doch ein Regensburger konnte auf der Linie für seinen geschlagenen Torhüter klären (16.). Nach drei weiteren gefährlichen Torannäherungen gelang in der 32. Minute Mittelstürmer Ibanez Fernandez der Anschlusstreffer. Wieder war ein aggressives Pressing im Strafraum der Ausgangspunkt Die Junglöwen liefen einen Pass von Torhüter Rech ab, Patrik Popija passte zu Ibanez Fernandez, der aus zehn Metern zum 1:2 ins leere Tor einschob (32.). Von Regensburg kam bis zum Pausenpfiff offensiv nicht viel, so wurden mit diesem Ergebnis auch die Seiten gewechselt.

Nach Wiederanpfiff setzten die Junglöwen ihre Dominanz fort und kamen folgerichtig auch zu Toren. Erneut war ein Ballgewinn zehn Meter vor dem gegnerischen Strafraum der Ausgangspunkt. Onural Orak sprintete in einen Aufbaupass, schloss mit links aus 17 Metern ab und traf zum 2:2 ins rechte untere Eck (49.). Vorm 3:2 gewann Erion Saiti an der Mittellinie ein Kopfballduell, legte die Kugel auf Niklas Elser ab, der passte mit Hilfe eines Regensburgers in den Lauf des durchgestarteten Saiti, der seinem Gegenspieler davon sprintete und mit links aus 14 Metern Rech überwand (62.). Erneut war eine Pressingsituation in der 67. Minute der Auslöser für den nächsten Treffer. Elser sprintete auf der linken Seite in einen Pass des Keepers, ging mit Tempo in den Strafraum, zog am linken Fünfmetereck ab und traf zum 4:2 unter die Latte. Den fünften Junglöwen-Treffer in Folge erzielte Saiti. Über Nando Althaus und Drion Ibrahmi kam der Ball zum Stürmer, der ihn außerhalb des Strafraums am heranstürmenden Jahn-Torhüter vorbeilegte und dann aus halblinker Position zum 5:2 ins leere Tor traf (74.). Mit dem Drei-Tore-Vorsprung gingen die Sechzger nicht mehr so konzentriert zu Werke und fingen sich in der Schlussphase noch zwei Gegentore ein. Nach Doppelpass mit Vitzthum lief Karim Aydin in den Strafraum, schloss halblinks aus sieben Metern mit links ab und traf ins rechte untere Eck (87.). In der 3. Minute der Nachspielzeit erzielte Vitzthum sogar den Anschlusstreffer, nachdem er halbrechts an der Strafraumkante mit einem Drehschuss ins lange Eck getroffen hatte. Schiedsrichter Simon Küblböck pfiff nochmals an, ließ weitere zwei Minuten spielen, aber am Ergebnis änderte sich nichts mehr.

Junglöwen-Coach Peter Ulbricht sprach von einem wilden Spiel. „Am Anfang lagen wir 0:2 zurück, weil Regensburg sehr emsig presste und das auch sehr ordentlich gemacht hat. In dieser Phase hatten wir echt zu tun, dass wir uns wieder befreien konnten. Wir hatten zwar auch die eine oder andere Möglichkeit, wo mehr draus hätte entstehen können, aber unverdient war die Führung für Regensburg nicht.“ Wichtig sei der Anschlusstreffer noch vor der Pause gewesen. „Es freut mich, dass die Mannschaft heute in der 2. Halbzeit mal das Tempo und die Intensität hochgehalten hat. Das haben wir die ganze Saison noch nicht geschafft. Dadurch drehen wir letztlich das Spiel von 0:2 auf 5:2.“

Trotzdem hätte das Spiel keine fünf Minuten länger gehen dürfen. „Wir haben dann alle Wechsel gemacht. Und dann merkt man halt schon, dass in der einen oder anderen Situation wir uns nicht clever verhalten, nicht optimal gegen den Ball arbeiten und den Laufweg des Gegners nicht mehr aufnehmen. Man hat nach den späten Wechseln gemerkt, dass wir nicht mehr so energisch in jedem Zweikampf waren. Dann wird’s auf dem Niveau gleich extrem schwierig. Viel länger hätte die Partie nicht dauern dürfen!“ Trotzdem sieht der 40-Jährige einen Fortschritt bei seiner Mannschaft. „Wenn man bedenkt, wo wir herkommen, bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es wäre vermessen, am Sieg rumzunörgeln. Ich fand es gut, wie die Mannschaft nach dem Rückstand reagiert hat und marschiert ist. Deswegen freuen wir uns in erster Linie über die drei Punkte.“


STENOGRAMM

U17-DFB-Nachwuchsliga, Vorrunde, Gruppe C
9. Spieltag, 18.10.2026, 16 Uhr
SSV Jahn Regensburg – TSV 1860 München 4:5 (2:1)

TSV 1860 München
Lackerschmid (Tor) – Nestmann (46., Nitsch), Rubas, Althaus, Orak (75., Reimann) – Popijac (46., Nocker), Bartsch (83., Gebauer), Rexhepi – Saiti (83., Souidi), Ibanez Fernandez (46., Elser), Ibrahimi

Tore
1:0 Nestmann (12., Eigentor), 2:0 Vitzthum (13.), 2:1 Ibanez Fernandez (32.), 2:2 Orak (49.), 2:3 Saiti (62.), 2:4 Elser (67.), 2:5 Saiti (74.), 3:5 Aydin (87.), 4:5 Vitzthum (90.+3)

Gelbe Karten
Kambara, Diller, Aydin –  

Zuschauer
100 Sportpark am Kaulbachweg

Schiedsrichter
Simon Küblböck (Untergriesbach); Assistenten: Leopold Kellner (Oberhinkofen), Benedict Oshowski (Berchtesgaden)

Teamförderer der U17: geldhauser.de

Teamseite der U17-Junioren

Bildergalerie von Karin Bartsch

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