Wiedersehen mit der Vergangenheit: U21-Coach Alper Kaybunar war 15 Jahre in verschiedenen Funktionen für Türkgücü tätig. Foto: Joachim MentelWiedersehen mit der Vergangenheit: U21-Coach Alper Kaybunar war 15 Jahre in verschiedenen Funktionen für Türkgücü tätig. Foto: Joachim Mentel

Die U21 empfängt in der Bayernliga Süd am 8. Spieltag zum Stadtduell Regionalliga-Absteiger Türkgücü München. Anpfiff auf dem 1860-Trainingsgelände (Grünwalder Straße 114, 81547 München) ist am Freitag, 29. August 2025 um 18.60 Uhr.

Für Alper Kayabunar, seit dieser Saison Trainer der Löwen-U21, ist es eine Reise in die Vergangenheit. Vor seinem Engagement bei Sechzig war der 39-Jährige 15 Jahre in verschiedenen Funktionen bei Türkgücü tätig. „Ja, natürlich kenne ich noch ein paar Leute, die dort sind, habe mit dem Verein viel erlebt“, erzählt er. Es habe sich aber zuletzt viel verändert. Von sentimentalen Gefühlen macht sich der Coach jedoch frei. „Im Endeffekt gilt nur das Spiel. Wir wollen unbedingt gewinnen und werden deswegen alles reinhauen. Unser Ziel ist es, zumindest am Freitagabend Platz eins in der Tabelle zu übernehmen.“

Bisher lief es prächtig für die kleinen Löwen. Fünf Partien haben sie in dieser Saison absolviert, vier davon gewonnen und nur einmal Unentschieden gespielt. Oft standen sie am Ende in Überzahl auf dem Platz, zuletzt in Pipinsried hatten sie sogar zwei Mann mehr auf dem Feld. Trotzdem erzielten sie die beiden Treffer bei numerischem Gleichstand.

Zunächst einmal sieht es Kayabunar positiv, dass sich die Kontrahenten gegen sein Team selbst dezimieren. „Das heißt, dass wir es richtig gut machen, wenn die Gegner oft eine Rote Karte gegen uns bekommen, zu Fouls gezwungen sind, weil sie in der einen oder anderen Situation die Kontrolle verlieren.“

Im Auswärtsspiel in Heimstetten und im Heimspiel gegen Gundelfingen hätte sich sein Team sehr wohl schwergetan, gegen Pipinsried möchte Kayabunar das dagegen nicht gelten lassen. „Wir haben es bei 2:0-Führung defensiv sehr clever gespielt, nie was anbrennen lassen. Natürlich hätten wir uns mehr Torchancen erarbeiten und ein bisschen mutiger nach vorne spielen können.“ Letztlich zählen aber die drei Punkte, die nie in Gefahr gerieten. Dafür war der U21-Coach mit der Leistung vor der Pause rundum zufrieden. „Gegen eine Top-Mannschaft wie Pipinsried war es eine überragende 1. Halbzeit“, schwärmt er.

War die U21 in Pipinsried nicht unbedingt Favorit, so sind die Vorzeichen im Heimspiel gänzlich andere. Denn punktemäßig trennen beide Teams Welten. „Türkgücü ist nicht so schlecht, wie es die Tabelle gerade hergibt“, warnt Kayabunar eindringlich. „Sie haben einige Spieler, die viele Regionalligaspiele bestritten haben und mit Ünal Tosun einen, der schon 3. Liga gespielt hat.“

Übrigens ist Tosun nicht nur Spieler, sondern seit dem 4. Spieltag auch Trainer, nachdem Slaven Skeledzic, der erst zu Beginn der Saison als Nachfolger von Kayabunar präsentiert worden war, nach drei Niederlagen bereits entlassen wurde. Mit Tosun als Spielertrainer feierte das Team gleich den ersten Sieg. Danach fehlte der 32-Jährige zweimal wegen einer Dienstreise in die Vereinigten Staaten. Beide Partien gingen verloren. Nun ist er zurück und Löwen-Coach erwartet einen erstarkten Kontrahenten, „weil Ünal sehr viel Qualität reinbringt. Deswegen glaube ich, dass sich die Mannschaft bei uns anders präsentieren wird, wie die beiden Wochen zuvor.“

Trotzdem wolle man das Spiel unbedingt gewinnen und die Chance wahrnehmen, die Tabellenspitze zu erklimmen. „Das ist noch mal eine riesengroße Motivation“, findet Kayabunar. Ohnehin sei der Konkurrenzkampf im Team groß. „Jeder gibt im Training Vollgas.“ Deshalb sei mit dem einen oder anderen Härtefall zu rechnen. „Gerade im Offensivbereich ist die Auswahl groß.“

Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Benedikt Hoppe, der sich für das Training am Donnerstag krank entschuldigen ließ. Dafür wäre Lasse Faßmann nach dem Ablauf seiner Rotsperre wieder ein Option. „Es ist aber noch nicht endgültig abgesprochen, ob er von den Profis kommt“, schränkt Kayabunar ein. Ziemlich wahrscheinlich sei dagegen, dass endlich Brahim Moumou in den Kader zurückkehrt. „Er hat die letzten drei Wochen gut trainiert“, findet der Trainer. Von seiner Klasse her ist er ein Spieler, der den Konkurrenzkampf in der Offensive nochmals verschärfen wird.

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